Glasklare Gefühle

London Calling… (a.k.a. Supperclub Summit, Teil 1)

Eines vorab:
Das ist der exakt einhunderste Beitrag, der hier seit dem Online-gehen dieses Blog vor noch nicht einmal einem Jahr erscheint. Ich könnte mir zur Zeit nur wenig Beiträge vorstellen, die ich zur Feier dieses Umstands ebensogern schriebe, wie den Folgenden…

London Calling
(manchmal ist das wahre Leben ein Klischee)


(Photos: Marco Kramer/Marieneck)

Es ist kurz nach dreizehn Uhr und der Volvo ist kurz davor „Le Shuttle“ zu entern. 400 km quer durch vier europäische Länder liegen ebenso hinter uns wie der britische Zoll, der sich erfreulicherweise höchst zuvorkommend nach den Ziel unserer Reise erkundigte, um uns – neben mir sind das Marco vom Marien-Eck und Markus von den Küchengerüchten – dann auf weitere Nachfragen oder gar Kontrollen verzichtend ein angenehmes Wochenende in London zu wünschen und durchzuwinken.

Das angenehme Wochenende werden wir haben, dessen bin ich mir – einer leichten Nervosität angesichts der Bevorstehenden Aufgaben zum Trotz – zu diesem Zeitpunkt völlig sicher. Nicht, dass ich ernsthaft an Omen glauben würde, aber dieser eine Moment vor rund einer halben Stunde, schon auf französischem Boden und nur wenige Kilometer vor Calais entfernt war einfach zu passend und symbolträchtig, zu GROSS, um ihn einfach so ignorieren zu können.

Schließlich sind wir auf dem Weg nach London, um an zwei Abenden im Goethe Institut im Rahmen des Supperclub Summits zu kochen. Und wenn das von mir sehr geschätzte Radio Studio Brüssel ausgerechnet kurz vor unserer Kanalüberquerung die heisere Stimme von Joe Strummer mit „London Calling“ durch den Äther schickt, so ist das zwar genau die Form von Zufall, die ich mir als Drehbuch-Autor niemals gestatten würde – zu bemüht, zu symbolträchtig und bedeutsam – es ist aber eben auch die Form von Koninzedenz, die mich hier und jetzt, im wahren Leben, sofort in euphorische Hochstimmung versetzt.

Grosse Dinge liegen vor uns, dessen bin ich mir sicher…

Und ich sollte recht behalten – grosse Dinge lagen tatsächlich vor uns. Welche genau, davon wird an dieser Stelle noch berichtet werden. Wie zum Beispiel vom…

– Restaurantbesuch Upstairs at the Ten Bells
– einem der zehn besten Burger Londons
– unseren beiden Abenden im Goethe-Institut
– einem kleinen aber sehr, sehr feinen Foodmarket
– und nicht zuletzt einem Rezept für einen Hauptbestandteil für einen der beiden Teller, für die ich an unseren Abenden verantwortlich war

London calling, yes I was there too!


  • Jan Buhrmann ...
    ...ausgebildeter Restaurant- fachmann und Wein-Enthusiast! Über viele Stationen in der deutschen Spitzen-Gastronomie und ständige Fort- und Weiterbildung gelangte er schließlich in die Wiesbadener "Ente", wo er knapp drei Jahre Herr über rund 2.000 Weine war. Den Glasklaren Gefühlen leiht Jan Buhrmann seine Stimme und wird dabei von Gastautoren unterstützt. Sie bloggen natürlich über Wein, Essen, kulinarische Tipps sowie Tricks und geben Lese- und Reiseempfehlungen - immer auf der Suche nach neuen, aufregenden Erfahrungen und Glasklaren Gefühlen.